MyIT WuerfelSystempflege Ubuntu 12.04 / 14.04 / 16.04:

Wer seine Systeme pflegt und regelmäßig Systemaktualisierungen durchführt, wird irgendwann wahrscheinlich auf eine Meldung stoßen, die unmißverständlich mitteilt, daß weitere Aktualisierungen oder Softwareinstallationen in Folge mangelnden Speicherplatzes nicht mehr möglich sind.

Kein Untergang: Die Ursache liegt darin begründet, daß das System Header alter Kernelversionen einfach auf der Boot-Systempartition behält, die, - je nach Größe - früher oder später natürlich vollgeschrieben ist.

Kurz: Teilweise veraltete (und auch nicht mehr valide, benötigte) Versionsdaten werden auf der Festplatte festgehalten und blockieren laufende Prozesse. Mangels Speicherplatz werden dann aufbauende Installations- oder Aktualisierungsroutinen systemseitig unterbunden.

Bei Webservern mag dies gelegentlich auch dazu führen, daß diese partiell oder gar ganz den Dienst einstellen.


Einfache Abhilfe schafft hier eine Terminaleingabe, welche alte Daten und Informationen selektiert, auf Validität hin überprüft und in die gültige Kernelversion einbindet. In einem einzigen Ablaufprozeß werden damit nicht mehr valide, alte Daten sukzessive implementiert oder aber entfernt.

Für die Eingabe benötigen Sie allerdings Rootrechte. Sollten Sie diese nicht direkt besitzen, gelangen Sie entweder mit su - nach der entsprechenden Passworteingabe dorthin oder stellen dem Befehl ein sudo voran, dann werden Sie adhoc nach der Passworteingabe für die entsprechemde Berechtigung gefragt und erreichen Zugang.

Die Befehlsterminologie lautet anschließend ( nach gewährleisteter Zugangsberechtigung ) wie folgt:

dpkg -l 'linux-*' | sed '/^ii/!d;/'"$(uname -r | sed "s/\(.*\)-\([^0-9]\+\)/\1/")"'/d;s/^[^ ]* [^ ]* \([^ ]*\).*/\1/;/[0-9]/!d' | xargs sudo apt-get -y purge

Je nachdem, wieviele Daten sich im Laufe der Zeit angesammelt haben, kann die Abarbeitung geraume Zeit benötigen. Speicherplatzfreigaben von mehreren 100 MB –bis jenseits der Gigabytegrenze sind hierbei keine Seltenheit.

Sollte die Abarbeitung wider Erwarten – aus welchen Gründen auch immer – unterbrochen werden, vermögen Sie diese nach einem Reboot durch die Terminaleingabe dpkg --configure -a direkt wieder anzustoßen.

Abschließend mit den Befehlen

apt-get autoclean

sowie

apt-get autoremove

sollte im Ergebnis Ihr System direkt wieder einwandfrei laufen.


Die hier beschriebene Vorgehensweise erfolgt selbstverständlich systemgebunden und ohne jede Gewähr. Oben angegebene Terminaleingaben sollten für einwandfreie Funktion auf dieser Basis (bei eigenständiger Verwendung) 1:1 per copy paste übernommen werden. Sie wissen ja, wo und wie Sie uns erreichen können, falls Sie selbständig nicht direkt das gewünschte Ergebnis erzielen sollten.

Ihr my-ITservice Team

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